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FIGURES OF DESIRE. LINOLSCHNITT.
Figures of Desire setzt sich mit Sichtbarkeit, Selbstinszenierung und dem Wunsch auseinander, begehrt zu werden. Die Serie wurde 2026 erstmals in der Gruppenausstellung QUEER UNFRAMING – Art Beyond Straight Lines in Berlin gezeigt und umfasst die drei Werke Self-Display I, Self-Display II und Unperformed.
In Self-Display I und Self-Display II zeigen sich zwei jüngere Figuren in übertriebenen Posen. Ihre Körper wirken kontrolliert, trainiert für den Blick anderer, geformt durch digitale Bildkulturen, soziale Medien und die permanente Erwartung, sichtbar und attraktiv zu sein. Die dargestellten Gesten sind keine spontanen Momente, sondern choreografierte Formen von Begehren und Bestätigung.
Unperformed bricht mit dieser Dynamik. Die Figur steht ruhig und etwas müde im Raum, ohne sich aktiv anzubieten oder Aufmerksamkeit einzufordern. Gerade durch diese Zurückhaltung entsteht eine andere Form von Erotik. Weniger performativ, dafür unmittelbarer und souveräner.
Zusammen erzählen die drei Arbeiten von unterschiedlichen Zuständen queerer Sichtbarkeit: vom Wunsch, gesehen zu werden, über die Erschöpfung permanenter Selbstpräsentation bis hin zu einer Präsenz, die keinen Beweis mehr braucht.
Alle Werke sind handgeschnittene und von Hand gedruckte mehrfarbige Linolschnitte, vollständig ohne Maschinen produziert. Auch die Hintergrundflächen wurden aus Linoleumplatten gedruckt, wodurch jede Ebene sichtbar körperlich und materiell bleibt. Das Motivformat ist A2, gedruckt auf 50 × 70 cm Papier.
Jedes Werk ist streng auf 20 Editionen limitiert, signiert, nummeriert und ein handgefertigtes Unikat.
BEFORE & AFTER, LINOLSCHNITT.
Before & After beschäftigt sich mit Lust, Verfügbarkeit und emotionaler Übersättigung innerhalb der modernen schwulen Lebensrealität. Die Serie wurde 2025 erstmals in der Ausstellung PRIVATE PARTY in Zürich gezeigt und umfasst die beiden Werke Ready Daddy und After-Feast Daddy.
Ready Daddy zeigt eine Figur im Zustand absoluter Erwartung: offen, selbstbewusst und bereit. Der Körper wird zur Einladung, zur Pose, zur Inszenierung von Verfügbarkeit. Alles wirkt selbstverständlich; als wäre Nähe jederzeit abrufbar.
In After-Feast Daddy kippt diese Stimmung. Die Figur trägt die Spuren von Überfluss statt Mangel. Nicht Sehnsucht prägt den Körper, sondern Wiederholung, Konsum und Erschöpfung.
Gemeinsam zeichnen die beiden Arbeiten ein Bild einer Gegenwart, in der sexuelle Freiheit und permanente Zugänglichkeit gleichzeitig empowernd und belastend sein können. Die Serie stellt Lust nicht infrage, sondern zeigt ihre Ambivalenz: Intimität als Bedürfnis, Gewohnheit und Performance zugleich.
Beide Werke sind handgeschnittene und von Hand gedruckte Linolschnitte, vollständig ohne Maschinen produziert. Die Drucke entstehen einfarbig, wodurch Linie, Körperlichkeit und Kontrast noch stärker hervortreten. Das Motivformat ist A2, gedruckt auf 50 × 70 cm Papier.
Jedes Werk ist streng auf 50 Editionen limitiert, signiert, nummeriert und ein handgefertigtes Unikat.
SPOTLIGHT STUDIES. LINOLSCHNITT.
Wir leben im Zeitalter der Selbstinszenierung. Alles ist Pose, alles ist poliert, alles will gesehen werden.
Der eine sucht die Bühne (Dancer). Der andere nur sein Spiegelbild (Narcissus). Der eine tanzt für Applaus, der andere steht – perfekt ausgeleuchtet – und bewundert sich selbst. Zwei Arten, sich selbst zu verführen. Beide effektiv, beide gefährlich. Bei beiden geht es um dasselbe: Schau mich an.
Und vielleicht ist das genau der Punkt. Heute ist jeder Spiegel eine Bühne. Jede Bewegung eine Inszenierung. Jede Pose eine neue Version von uns selbst.
In dieser Serie wird der männliche Körper zur Bühne für Selbstbild und Darstellung. Die Figuren bewegen sich zwischen Eitelkeit und Verletzlichkeit – und zeigen, wie Identität entsteht, wenn wir ständig gesehen werden. Von anderen. Und von uns selbst.
Diese Linoldrucke wurden von Hand geschnitzt und gedruckt – limitiert auf maximal 50 Exemplare im A3-Format. Signiert. Nummeriert. Einzigartig.
ERYSICHTHON (I & II). LINOLSCHNITT.
Erysichthon war in der griechischen Mythologie dazu verdammt, niemals satt zu werden. Die Idee hat mir gefallen – ich habe ihr nur einen neuen Hunger gegeben.
Diese zwei Linoldrucke erzählen von Lust ohne Scham, von Hunger ohne Ende. Ein Körper liegt zurückgelehnt, offen und einladend; der andere hebt sich, fordernd. Kein Raum, keine Geschichte, kein Gesicht – nur Form und das, was sie will.
Ich habe alles weggelassen: den Raum, die Details, das Zögern. Was bleibt, ist der Moment kurz vor dem Biss.
Ein Hunger, der keine Erklärung und keine Rechtfertigung verlangt.
Diese Linoldrucke wurden von Hand geschnitzt und gedruckt – in einer limitierten A5-Edition von maximal 50 Stück. Jeder Druck ist signiert, nummeriert und ein Unikat.
GREEK STATUES SERIES. SIEBDRUCK.
Hier treffen zwei Extreme aufeinander: das Erbe der griechischen Skulptur und die Leichtigkeit von KI-generierten Bildern. Am Anfang standen makellose Körper – zu perfekt, zu steril, zu leer. Dann habe ich eingegriffen: Formen aufgebrochen, Konturen verschoben, das Licht neu geschrieben. Dann habe ich sie durch Photoshop gezerrt und schliesslich in das Raster des Siebdrucks gezwungen.
Siebdruck ist dabei entscheidend: jede Neonfarbe, jeder Rasterpunkt verwandelt digitale Codes in physische Materie. Körnung und Unregelmässigkeit sind Beweise für Berührung – Zeichen, dass hier ein menschlicher Körper mit Material gearbeitet hat, nicht eine Maschine.
Die erste Serie zeigt ganze Statuen – entrissen aus Tempeln und Mythen, wiederauferstanden als künstliche Neon-Götter. Die zweite fokussiert enger: Körperfragmente, Muskeln, Haut. Keine klassischen Helden mehr, sondern übersteigerte, bodybuilderhafte Mutationen.
Es geht darum, Prompts in Körper zu verwandeln, digitale Illusionen zurückzuzerren in Fleisch. Und die Frage, die bleibt: Was ist ein Bild noch wert, wenn KI es in Sekunden erschaffen kann?
Diese Drucke existieren ausschliesslich in streng limitierten Auflagen – jedes Blatt von Hand im Siebdruck hergestellt, nummeriert und signiert.




















